Ein Tag beim Mindfulness Project in Thailand | Travel

Morgen ist Weihnachten. Für mich war das immer ein Tag, den ich sehr bewusst mit der Familie genossen habe.
In Ruhe. In Frieden.

Diese bewusste Zeit habe ich auf ganz andere Art die letzten neun Tage beim Mindfulness Project in mitten von Thailand schon gehabt.
Ich hatte eine unglaublich bewegende, lehrreiche Zeit.
Damit du dir vorstellen kannst, wie ein typischer Tag dort aussah, habe ich fleißig gefilmt und geschnitten und gibt es nun ein neues YouTube-Video!

Lass dich inspirieren von dieser magischen Welt, die dort geschaffen wurde und hab ein ganz bewusstes, friedliches und frohes Weihnachtsfest!

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TEILZEITHIPPIE | Was ich auf dem Jakobsweg gelernt habe

Hallo! Schön, dass du da bist!

Im August 2017 bin ich den portugiesischen Jakobsweg gegangen und habe dort unglaubliche Erfahrungen gemacht. Ich habe spannende Gespräche mit tollen Menschen geführt. Ich habe unfassbar viel über das Leben, aber auch über mich gelernt. Das Wichtigste möchte ich dir mit diesem Video weitergeben.

Lass dich inspirieren.

Judy

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Flugmodus

Ich liebe es zu fliegen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Zum einen liebe ich den Start. Wenn das Flugzeug anfängt zu beschleunigen und dann auf einmal ‚zack’ bist du in der Luft.
Ich bin jedes Mal erstaunt, dass es dem Menschen möglich war diese Maschine zu erfinden. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Und dann ermöglicht dieser banale Flug es einem Distanz aufzubauen.
Man wird für eine Weile aus dem Trubel, den To Do‘s und der Hektik herausgezogen und darf sich buchstäblich die Dinge mal aus einer anderen Perspektive ansehen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Das Handy ist im Flugmodus. Niemand ruft an, niemand schreibt, niemand fordert etwas ein.
Es ist als würde die Zeit still stehen, sobald man den Flieger betritt.
Zeit zur Reflexion, Zeit um herunterzukommen.
Zeit sich mal wieder neu zu strukturieren. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Und schließlich beginnt der Landeanflug. Erneut sieht man, welch en kleinen Part, man auf dieser Welt eigentlich nur darstellt.
Eine Erinnerung, die dem Ego ja eigentlich nie schadet.
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Und dann ist da der andere Moment. Der, wo das Flugzeug wieder auf der Erde landet, langsamer wird und schließlich steht. Auf einmal ist man wieder zurück. Zurück in der Realität. Alle springen auf, die Handys klingeln wieder.
Weiter geht’s. Zurück in den Wahnsinn, raus ins nächste Abenteuer!

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Melt 2018

Was ein Festival!
Das Melt Festival ist alternativ, kreativ, liebevoll organisiert, voller internationaler Menschen und ja einfach magisch.
Es ist ein kleines Paralleluniversum bestehend aus Nächstenliebe, Dankbarkeit und Freiheit.
Unbeschreiblich unvergesslich.
Die Musik war der Hammer.
Wir waren jeden Tag im See schwimmen, das Gelände ist umgeben von Bäumen und dadurch dass wir nur unter freiem Himmel waren, waren wir 100% abhängig von den Launen der Natur.
Wir hatten jedoch unglaublich Glück mit dem Wetter.

Wir haben tolle Menschen kennen gelernt, interessante Gespräche geführt, neue Perspektiven kennen gelernt und einfach eine gute Zeit gehabt.
Jeder hat jedem geholfen, alles wurde wie selbstverständlich geteilt.
Melt, du hast mir auch nochmal gezeigt worauf es ankommt und mit wie wenig man auskommt.
Inspirierende Menschen, gute Gespräche, gute Musik, die Liebe zum Detail, Dankbarkeit und aber auch die fünf mal gerade sein zu lassen,
nicht alles auf die Goldwaage zu nehmen und niemals zu bereuen, was dich hat Lachen lassen.
Einfach wie wichtig es ist, zu leben.
Und für mich bedeuten diese Gefühle Leben!

Ja, eigentlich weiß ich das, aber danke für das Erinnern. ♥️ Was will man mehr?

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Interrail 2018

Blessed are the curious one for they shall have adventures.
Es war ein wunderbares Abenteuer. Jeden Tag!
Ich bin mit einer Freundin von Düsseldorf nach Prag, nach Bratislava gereist, in die High Tatras in der Slowakei wandern gegangen und weiter mit dem Zug nach Wien, nach Budapest, nach Rijeka in Kroatien, nach Ljubljana in Slowenien, nach Trieste und Verona in Italien gefahren.
Wir haben so viel gesehen, wir haben so viele Geschichten gehört, wir haben so viele verschiedene Menschen und Kulturen kennen gelernt und jeder hat uns eine neue Perspektive aufs Leben und die Welt mitgegeben.

Ich empfinde es als Privileg solche Reisen machen zu dürfen. Wir wurden zwar mal nach Pässen gefragt, aber nie wurde mehr kontrolliert. Grenzen einfach zu überwinden war früher nicht selbstverständlich und wenn man die Entwicklungen in England sieht, vielleicht in Zukunft auch nicht. .
Ich habe gelernt wie wichtig es ist, den Vorurteilen Fakten gegenüberzustellen und aus Erwartungen Erfahrungen zu machen.
Aber auch zu verstehen, was in der Welt passiert.
Ich finde, dass wir Jungen die Verantwortung haben, uns mit den Geschehnissen und Zusammenhängen auseinanderzusetzen.

Eine ganz triviale Sache ist mir jedoch auch nochmal klar geworden:
Egal wo. Wir sind doch alle nur Menschen. Wir haben alle die gleichen Bedürfnisse und gleichen Probleme.
Die verschiedenen Kulturen und Einflüsse prägen uns unterschiedlich und das spiegeln wir dann im Weiteren wider, doch im Kern sind wir alle gleich. Einfach nur Menschen. Und das verbindet uns. Deswegen sollten wir zusammenhalten, uns und das Leben wertschätzen und nicht dagegen arbeiten.

Und jetzt?
Ich will mehr. Ich habe Blut geleckt. Reisen ist wunderbar. Reisen nährt die Seele und den Intellekt.
Reisen ist nicht immer nur geil. Natürlich nicht. Aber nach einer Reise kommst du mit einer anderen Perspektive, mit einem
anderen Horizont wieder zurück. .
Explore the world
Judy

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Anker

Letzte Woche war ich bei fiftyfifty beim Creative Morning. Den Tag zuvor habe ich mich noch über das Wetter beschwert, über dies, über das… Ich bin vom perfekten Szenario ausgegangen und habe kritisiert, dass dieses Szenario nicht eingetreten ist. Doch die Frage ist, wo liegt der Anker?

Als Rednerin war eine ehemalige Obdachlose eingeladen worden. Sie hat darüber erzählt wie toll sie es findet nun zu einem zuhause fahren zu können. Wie sie sich freut, wenn sie ihre eigene Tür auf und zu machen kann. Wie toll es ist einen eigenen Schlüssel zu haben. Sie war dankbar. Dankbar für Dinge, die wir für selbstverständlich nehmen. Ihr Anker war bei 0. Bei: Kein Haus, kein Bett, keine Tür. Bei: Auf der Straße.

Ja, jeder hat Probleme und jeder hat auch das gute Recht dazu. Aber regelmäßig den Anker auszuwerfen und zu checken‚ wie sehen meine Probleme in Relation aus, das macht uns glücklich. Und das ist nur fair. Da sind schließlich Menschen, die ganz andere Probleme haben.

Eure Judy

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Anonym

Ich tu so als hätte ich nichts gehört. 
Ich bin heute mit dem Zug in die Heimat gefahren. 
Ich fahr gerne Zug, denn ich mag das Gefühl mich fortzubewegen und gleichzeitig noch andere Dinge tun zu können. 
Und ich finde es auch immer interessant zu sehen wie sich andere Menschen verhalten. Ich überlege mir gerne, wo sie wohl hinfahren, wie ihr Leben aussieht. 
Heute saß schräg hinter mir ein kleines Mädchen, die angerufen wurde und am Telefon ihrer Freundin gesagt hat: ‚Meine Mutter hat mich rausgeschmissen. Ich glaube ich fahre jetzt zu meinem Vater’ und dabei kurz vorm weinen war. 
Es hat mir in der Seele weh getan. Ich kenne dieses Gefühl. Ich weiß wie es einfach weitergegeben zu werden. Sich wie ein Spielzeug zu fühlen, dass man wenn man keine Lust mehr hat, weitergibt.
Nur ich wusste nicht genau wie ich mich verhalten soll. Die Menschen um mich rum haben entweder wirklich nichts gehört oder zumindest so getan. 
Ich habe zu dem Mädchen gesagt: ‚Rutsch mal ein Stück‘. Ich habe sie gefragt wie alt sie ist und ob ihr Vater weiß, dass sie gerade auf dem Weg zu ihm ist. Sie war kurz vorm weinen. 
Ich habe ihr versucht zu erklären, dass sie nichts dafür kann. Dass Eltern auch manchmal einfach überfordert sind. Ich habe ihr gesagt, wie toll sie ist, dass sie mit 13 schon so selbstverständlich alleine mit dem Zug zwischen den großen Städten fährt und sich das selber organisiert.
Ich wollte so viel mehr sagen und hatte gleichzeitig Angst vielleicht nicht das Richtige zu sagen. Dann musste sie schon aussteigen. 
Ich glaube sie hat sich wenigstens ein bisschen besser gefühlt und sie hat sich bedankt, dass ich mich neben sie gesetzt habe. 
Was ich damit sagen will? 
Helfen wir einander und tun nicht einfach so als hätten wir nichts gehört. 
Und was ich für mich gelernt habe?
 Ich will lernen. Ich will wissen welche Worte die Richtigen sind. 
Und gleichzeitig ist es doch das, was unser Leben ausmacht oder nicht? Die menschlichen Beziehungen, das Einander, das Zusammen.

Hört bitte hin.

Eure Judy

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